Bett und Seitenwand: Abstand für Bettwäsche und Bewegung

Bett und Seitenwand: Abstand für Bettwäsche und Bewegung

Bett und Seitenwand: Abstand für Bettwäsche und Bewegung

In Hotels, Pensionen und Apartments führt ein zu geringer Abstand zwischen Bett und Wand regelmäßig zu Beschwerden. Gäste können die Decke nicht ordentlich zurückschlagen, beim Aufstehen stoßen sie sich die Knie, und das Servicepersonal erreicht die Bettwäsche nur unter Verrenkungen. Was im privaten Schlafzimmer vielleicht noch tolerierbar erscheint, wird im gewerblichen Betrieb schnell zum Ärgernis. Die Frage nach dem richtigen Abstand ist deshalb keine Geschmackssache, sondern eine praktische Notwendigkeit.

Mindestabstand für das Bettenmachen

Für das zügige Beziehen und Wechseln der Wäsche braucht eine Person seitlich neben dem Bett einen Arbeitsraum. Dieser sollte so bemessen sein, dass sie sich nicht seitlich drehen oder den Oberkörper verdrehen muss. Ein Abstand, der gerade noch ausreicht, um hindurchzugehen, genügt nicht. Die Matratze muss von der Seite her angehoben, die Decke ausgeschüttelt und das Laken glatt gezogen werden können. In der Praxis bedeutet das: Der Raum zwischen Bettkante und Wand sollte mindestens so breit sein, dass eine Person bequem stehen und beide Arme ausstrecken kann, ohne anzustoßen.

Bewegungsfreiheit beim Ein- und Aussteigen

Gäste steigen selten gerade aus dem Bett, sondern setzen sich zunächst auf die Bettkante und stellen dann die Füße auf den Boden. Dabei schwenken die Knie zur Seite, und der Oberkörper neigt sich leicht nach vorn. Steht die Wand zu nah, schlagen die Knie an, oder der Gast muss sich unnatürlich verdrehen. Besonders in Doppelzimmern, in denen beide Seiten genutzt werden, ist dieser Punkt entscheidend. Wer nachts aufsteht, will nicht erst das Licht einschalten müssen, um sich zu orientieren. Der Abstand muss also auch im Dunkeln funktionieren, ohne dass jemand sich stößt oder stolpert.

Unterschiede zwischen Einzelbett und Doppelbett

Bei Betten in Einzelzimmern reicht oft eine zugängliche Seite, wenn die andere an der Wand steht. Dann muss dieser eine Zugang umso großzügiger bemessen sein. In Doppelzimmern hingegen sollten beide Längsseiten frei zugänglich sein, damit jeder Gast selbstständig ein- und aussteigen kann. Die Breite des Raums spielt dabei eine größere Rolle als die Länge. Ein schmaler Durchgang an beiden Seiten ist ungünstiger als ein breiter Zugang auf einer Seite und eine geschlossene Wand auf der anderen.

Raumwirkung und Möblierung

Ein Bett, das zu nah an der Wand steht, lässt den Raum beengt wirken, selbst wenn die Grundfläche ausreichend ist. Der optische Eindruck von Enge entsteht nicht nur durch fehlende Quadratmeter, sondern auch durch ungünstig verteilte Abstände. Steht das Bett mittig im Raum oder zumindest mit ausreichendem Abstand zu allen Seiten, wirkt das Zimmer großzügiger. Nachttische, Leuchten und andere Möbel lassen sich dann ebenfalls besser platzieren, ohne dass der Gast sich eingeengt fühlt.

Praktische Richtwerte für die Planung

Als Faustregel gilt: Der Abstand zwischen Bettkante und Wand sollte nicht unter der Breite einer durchschnittlichen Schulter liegen, besser noch etwas darüber. Das entspricht in der Praxis einem Abstand, der es erlaubt, seitlich am Bett entlangzugehen, ohne die Schultern einzuziehen. Für das Servicepersonal ist es hilfreich, wenn dieser Abstand so groß ist, dass ein Wäschewagen oder ein Staubsauger bequem hindurchpasst. In engen Räumen kann es sinnvoll sein, auf ein schmaleres Bettmodell auszuweichen, statt den Abstand zur Wand zu opfern.

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