Sessel mit Hocker: Fußablage flexibel nutzen
Ein Sessel mit passendem Hocker bietet eine Fußablage, ohne dass ein Mechanismus im Möbel verbaut sein muss. Der Hocker lässt sich heranrücken, wegstellen oder anders verwenden, während der Sessel selbst kompakt bleibt. Das ist für Hotelzimmer, Lounges und Leseecken ebenso interessant wie für den privaten Wohnraum. Wer Sessel mit Hocker einplant, sollte allerdings Höhen, Stellfläche und Bezug aufeinander abstimmen, damit die Kombination im Alltag tatsächlich genutzt wird. Die folgenden Abschnitte gehen auf die passende Höhe, den zusätzlichen Nutzen, den Platzbedarf und die Wahl des Bezugs ein und nennen Richtwerte, an denen Sie sich bei der Planung orientieren können.
Höhe und Abstand richtig wählen
Bequem liegen die Beine, wenn die Oberkante des Hockers etwa auf Höhe der Sitzfläche oder wenige Zentimeter darunter liegt. Ist der Hocker höher, drückt die Kante in die Waden, und die Knie werden überstreckt. Bei üblichen Sitzhöhen von etwa 40 bis 45 Zentimetern ergibt sich daraus ein entsprechend niedriger Hocker. Auch die Polsterung sollte zusammenpassen: Ein sehr fester Hocker vor einem weichen Sessel fühlt sich höher an, als er gemessen ist. Der Abstand richtet sich nach der Körpergröße und wird einfach durch Verschieben angepasst.
Mehr als eine Fußablage
Der Vorteil des losen Hockers liegt in seiner Vielseitigkeit. Er dient als zusätzlicher Sitzplatz, wenn Besuch kommt, oder mit einem Tablett als kleine Abstellfläche. Im Hotelzimmer kann er zeitweise als Ablage für Taschen oder Kleidung genutzt werden. Für die Nutzung als Sitz sollte die Polsterung fest genug und das Gestell entsprechend stabil sein; bei sehr weichen, gewölbten Polstern steht ein Tablett nicht sicher. Wird der Hocker häufig bewegt, sind ein überschaubares Gewicht und Gleiter unter den Füßen hilfreich, die den Boden schonen.
Platzbedarf realistisch einschätzen
Sessel und Hocker zusammen beanspruchen in der Tiefe etwa 150 bis 170 Zentimeter, wenn die Beine ausgestreckt werden. Hinzu kommt der Weg, der vor oder neben der Gruppe frei bleiben muss. Planen Sie deshalb einen Platz ein, an dem der Hocker bei Nichtgebrauch stehen kann, etwa seitlich neben dem Sessel oder unter einer Konsole. In kleinen Zimmern sollte er nicht in der Lauflinie zwischen Tür, Bett und Bad liegen. Ein Beistelltisch gehört an die Armlehne, nicht vor den Sessel, damit die Fläche für den Hocker frei bleibt.
Bezug, Stil und Pflege
Auf dem Hocker liegen Füße und häufig auch Schuhe. Der Bezug ist dort stärker beansprucht als am Sessel und verschmutzt schneller. Strapazierfähige, gut zu reinigende Stoffe oder Leder sind im gewerblichen Einsatz die naheliegende Wahl. Bestellen Sie Sessel und Hocker möglichst gemeinsam, damit Bezug und Holzton aus derselben Fertigung stammen. Für Barockmöbel gilt zusätzlich, dass Beinform, Schnitzerei und Ziernägel an beiden Teilen übereinstimmen sollten, sonst wirkt der Hocker wie ein Fremdkörper. Ein abweichender Bezug kann dagegen bewusst als Akzent eingesetzt werden.
Passend dazu: Sofas, Couchtische, Sitzbänke. Das gesamte Sortiment: Barockmöbel.
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