Vitrine an der Wand sichern: Kippschutz im Objektbereich
Vitrinen sind hoch, vergleichsweise schmal und oft mit Glas und schwerem Inhalt bestückt. In Hotels, Restaurants und Verkaufsräumen stehen sie zudem dort, wo viele Menschen vorbeigehen, sich anlehnen oder Türen mit Schwung öffnen. Eine Wandbefestigung verhindert, dass das Möbel nach vorn kippt. Sie gehört im Objektbereich zur sorgfältigen Aufstellung und sollte bereits bei der Planung des Standorts mitgedacht werden, nicht erst nach der Lieferung. Die folgenden Abschnitte erläutern, warum Vitrinen kippen können, wie die passende Befestigung gewählt wird, wie Stand und Beladung zur Sicherheit beitragen und welche Kontrollen sich im laufenden Betrieb bewährt haben.
Warum Vitrinen kippen können
Der Schwerpunkt einer Vitrine liegt hoch, vor allem wenn obere Böden beladen sind. Geöffnete Türen verlagern das Gewicht zusätzlich nach vorn. Weiche Teppiche, Sockelleisten, die das Möbel von der Wand abdrücken, und unebene Böden verstärken die Neigung. Kritisch sind auch Kinder, die sich an Griffen oder Böden hochziehen, sowie Reinigungsgeräte und Gepäckwagen, die gegen den Korpus stoßen. Im Sortiment der Vitrinen finden Sie Modelle unterschiedlicher Höhe und Tiefe; je höher und flacher der Korpus, desto wichtiger ist die Sicherung an der Wand.
Wand prüfen und Befestigung wählen
Welche Befestigung geeignet ist, hängt vom Wandaufbau ab. Massive Wände aus Beton oder Mauerwerk nehmen Dübel und Schrauben gut auf. Bei Trockenbauwänden sind spezielle Hohlraumdübel oder eine Verschraubung in der Unterkonstruktion erforderlich. Im Zweifel sollte ein Fachbetrieb die Wand beurteilen und die Montage übernehmen. Üblich sind Winkel oder Laschen, die im oberen Bereich der Rückwand oder am Kranz angebracht werden und von vorn nicht sichtbar sind. Achten Sie darauf, dass die Befestigung am tragenden Rahmen des Möbels sitzt und nicht nur an einer dünnen Rückwand.
Stand und Beladung
Die Wandbefestigung ersetzt keinen sicheren Stand. Richten Sie die Vitrine mit der Wasserwaage aus und gleichen Sie Unebenheiten mit Stellfüßen oder Unterlagen aus, bis die Türen gleichmäßig schließen. Schwere Stücke gehören auf die unteren Böden, leichte nach oben. Halten Sie die Belastung der Glasböden gering und verteilen Sie das Gewicht über die Fläche. Barockmöbel mit aufgesetztem Kranz oder geschnitzter Bekrönung haben zusätzliches Gewicht im oberen Bereich; bei solchen Modellen ist es sinnvoll, die Sicherung vor dem Einräumen anzubringen und nicht erst danach.
Kontrolle im laufenden Betrieb
Eine einmal montierte Sicherung sollte regelmäßig überprüft werden. Sinnvoll ist eine Sichtkontrolle bei der Grundreinigung sowie nach jedem Umstellen oder Renovieren. Lockere Schrauben, Risse im Putz oder ein Spalt zwischen Möbel und Wand sind Hinweise, dass nachgebessert werden muss. Legen Sie im Betrieb fest, wer für die Kontrolle zuständig ist, und halten Sie die Prüfung kurz schriftlich fest. Händler können ihre Kunden bereits beim Verkauf auf die Befestigung hinweisen und klären, ob das passende Montagematerial für die jeweilige Wand vor Ort beschafft werden muss.
Passend dazu: Konsolen, Spiegel, Dekoration. Das gesamte Sortiment: Barockmöbel.
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