Nachbestellen ohne Farbabweichung: worauf man achten muss

Nachbestellen ohne Farbabweichung: worauf man achten muss

Nachbestellen ohne Farbabweichung: worauf man achten muss

Wer ein Hotel, Restaurant oder eine größere Wohnung einrichtet, bestellt selten alles auf einmal. Oft kommen Stühle, Polster oder Vorhänge in mehreren Lieferungen. Das Problem: Beim Nachbestellen kann die Farbe abweichen. Was beim ersten Blick auf das Muster noch identisch wirkte, zeigt sich im direkten Vergleich als sichtbar heller oder matter. Solche Unterschiede fallen besonders auf, wenn die Möbel nebeneinander stehen oder im selben Raum verwendet werden.

Warum Stoffe und Hölzer schwanken

Textile Bezüge unterliegen natürlichen Schwankungen. Selbst bei industriell gefertigten Geweben variiert der Farbton zwischen verschiedenen Produktionslosen. Färbebäder, Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen das Ergebnis. Bei Samt und Velours kommt die Strichrichtung hinzu: Je nachdem, wie das Licht einfällt, wirkt derselbe Stoff dunkler oder heller. Auch Holzoberflächen sind nie völlig gleich. Maserung, Astanteil und die Aufnahme von Beize verändern sich von Stamm zu Stamm.

Chargen notieren und kommunizieren

Jeder Stoff und jede Holzbeize trägt eine Chargennummer. Diese Nummer steht auf dem Lieferschein oder auf einem Aufkleber am Möbelstück. Wer später nachbestellt, sollte diese Nummer angeben. So lässt sich prüfen, ob Material aus derselben Produktion noch verfügbar ist. Ist die Charge aufgebraucht, muss man mit Abweichungen rechnen. In diesem Fall hilft es, die neuen Stücke räumlich getrennt aufzustellen, etwa in einem anderen Zimmer oder an einem anderen Tisch.

Muster vorher anfordern

Vor einer Nachbestellung lohnt es sich, ein aktuelles Stoffmuster anzufordern und es direkt neben das vorhandene Möbel zu legen. Am besten prüft man die Farbe bei Tageslicht und unter der Beleuchtung, die später im Raum herrscht. Kunstlicht verschiebt Farbtöne erheblich. Was unter Halogen warm wirkt, kann unter LED kühl erscheinen. Wer unsicher ist, bestellt zunächst ein einzelnes Stück und vergleicht es vor Ort, bevor die gesamte Menge geordert wird.

Verteilung im Raum planen

Wenn eine Farbabweichung unvermeidbar ist, hilft die richtige Anordnung. Neue und alte Stücke sollten nicht direkt nebeneinander stehen. Bei Sesseln kann man die nachbestellten Exemplare in einer anderen Raumecke platzieren oder sie mit einem Beistelltisch trennen. In Restaurants verteilt man unterschiedliche Chargen auf verschiedene Bereiche. Der Gast nimmt dann keinen direkten Vergleich wahr, und die Einrichtung wirkt insgesamt stimmig.

Alterung und Pflege berücksichtigen

Auch identische Stoffe entwickeln sich auseinander, wenn sie unterschiedlich genutzt werden. Ein Polster am Fenster bleicht durch UV-Licht aus, eines im Schatten behält seine Farbe. Regelmäßige Reinigung hält den Farbton frischer, vernachlässigte Stücke wirken matter. Wer bei Sofas nachbestellt, sollte deshalb auch die vorhandenen Möbel auffrischen lassen. Eine professionelle Textilreinigung gleicht Unterschiede oft aus und lässt die gesamte Ausstattung wieder einheitlich erscheinen.

Dokumentation für künftige Bestellungen

Eine einfache Tabelle mit Artikelnummer, Bezugsstoff, Holzton und Chargennummer erspart später viel Aufwand. Fotografien der Möbel bei Tageslicht helfen ebenfalls. So lässt sich auch nach Jahren noch nachvollziehen, welche Ausführung ursprünglich gewählt wurde. Wer diese Informationen systematisch sammelt, kann gezielt nachbestellen und vermeidet ungewollte Überraschungen bei der Lieferung.

Passende Kategorien: Sessel.

Alle Barockgroßhandel News im Überblick

Passend dazu: Vitrinen, Stühle, Esstische. Das gesamte Sortiment: Barockmöbel.

Weiterlesen: Vitrine einrichten: was hineingehört und was nicht, Gold sparsam einsetzen: wie viel Glanz ein Raum verträgt, Saisonplanung im Möbelhandel: Optimale Bestellzeitpunkte für Händler, Muster bestellen: Wie Händler Möbelqualität vorab prüfen können, Sitzbank statt Stuhlreihe: wann die Bank die bessere Wahl ist