Dekoration auf der Vitrine: Oberkante nicht überladen
Die Oberkante einer Vitrine ist eine verlockende Abstellfläche. Vasen, Figuren, Kartons und Saisonartikel sammeln sich dort schnell an, weil der Platz ungenutzt erscheint. Das Ergebnis lenkt vom Inhalt der Vitrine ab, erschwert die Reinigung und kann bei hohen Möbeln zum Sicherheitsproblem werden. Das betrifft Verkaufsräume ebenso wie Hotellobbys, Restaurants und private Wohnräume, in denen eine Vitrine Porzellan, Gläser oder Sammlerstücke zeigt und selbst im Mittelpunkt stehen soll. Mit wenigen Regeln lässt sich die Fläche so nutzen, dass sie das Möbel abschließt, statt es zu überladen.
Warum die Oberkante eine besondere Fläche ist
Was auf einer Vitrine steht, befindet sich meist oberhalb der Augenhöhe und wird von unten gesehen. Kleine Objekte verschwinden hinter dem Gesims, flache wirken wie abgelegt. Zugleich ist die Vitrine selbst das Schaustück: Ihr Inhalt soll wirken, nicht das, was darüber steht. Viele Barockmöbel besitzen bereits einen geschnitzten Aufsatz oder ein ausladendes Kranzgesims. In diesem Fall ist der Abschluss gestaltet, und zusätzliche Objekte konkurrieren mit dem Ornament. Die Oberkante bleibt dann am besten frei oder trägt höchstens ein einzelnes, ruhiges Stück in der Mitte.
Wenige, große Stücke statt vieler kleiner
Hat die Vitrine einen geraden Abschluss, genügen ein bis drei Objekte. Stücke aus dem Sortiment Dekoration sollten dafür groß genug sein, um aus der Entfernung erkennbar zu bleiben, etwa eine einzelne Vase, eine Büste oder ein Paar Kerzenleuchter. Eine ungerade Anzahl oder ein symmetrisches Paar wirkt geordnet; viele kleine Teile wirken unruhig. Lassen Sie seitlich Abstand zur Kante, damit die Kontur des Möbels erkennbar bleibt. Als Richtwert sollte die Dekoration höchstens etwa zwei Drittel der Breite einnehmen und in der Höhe den Abstand zur Decke nicht ausfüllen.
Gewicht, Standsicherheit und Deckenabstand
Hohe Vitrinen sollten grundsätzlich an der Wand befestigt sein, besonders in öffentlich zugänglichen Räumen. Schwere Objekte auf der Oberkante verlagern den Schwerpunkt nach oben und belasten eine Deckplatte, die nicht in jedem Fall dafür ausgelegt ist; fragen Sie im Zweifel beim Lieferanten nach. Zerbrechliche Stücke gehören nicht an die vordere Kante, wo Erschütterungen durch Türen oder Schritte sie wandern lassen. Rutschhemmende Unterlagen oder Museumswachs geben zusätzlichen Halt. Zwischen Dekoration und Decke sollte sichtbar Luft bleiben, und Leuchten, Rauchmelder oder Sprinkler dürfen nicht verdeckt werden.
Reinigung und Wechsel im Betrieb
Auf der Oberkante sammelt sich Staub, der von unten zwar nicht zu sehen ist, sich aber auf den Objekten absetzt. Jedes zusätzliche Stück verlängert die Reinigung und erfordert eine Leiter. Planen Sie daher nur so viele Objekte ein, wie das Personal regelmäßig herunternehmen und abwischen kann. Im Handel lohnt es sich, die Dekoration saisonal zu wechseln, statt sie zu ergänzen: ein Stück kommt, eines geht. Preisschilder, Kartons und Lagerware haben auf der Vitrine nichts zu suchen; sie lassen den Verkaufsraum schnell unaufgeräumt wirken und entwerten die Präsentation darunter.
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