Sitzbank in der Boutique: Platz für Begleitung und Anprobe
In einer Boutique wird selten allein eingekauft. Begleitpersonen warten vor der Umkleide, geben Rückmeldung und halten Taschen, während die Kundin oder der Kunde Schuhe oder Kleidung anprobiert. Fehlt eine Sitzgelegenheit, verkürzt sich der Aufenthalt, und die Anprobe wird unbequem. Das gilt für Modegeschäfte ebenso wie für Schuhläden, Brautmodenstudios und Juweliere, bei denen die Beratung länger dauert als ein gewöhnlicher Einkauf. Eine Sitzbank löst beide Aufgaben auf wenig Fläche, wenn Standort, Maße und Bezug auf den Ladenalltag abgestimmt sind.
Zwei Aufgaben: Warten und Anprobieren
Die Bank vor der Umkleide dient der Begleitung, die Bank in oder neben der Kabine der Anprobe. Für das Warten zählt eine bequeme Sitzfläche mit Blick auf den Spiegel, damit die Begleitperson am Geschehen teilnimmt. Für die Schuhanprobe ist eine feste, eher flache Polsterung günstiger, weil man sich nach vorn beugt und wieder aufsteht. Modelle aus dem Sortiment Sitzbänke ohne Rückenlehne lassen sich von beiden Seiten nutzen und frei im Raum platzieren. Eine Bank mit Lehne gehört dagegen an die Wand und lädt zu längerem Sitzen ein.
Standort und Abstände im Verkaufsraum
Die Bank sollte nahe an den Umkleiden stehen, ohne den Weg dorthin zu verengen. Als Richtwert bleibt vor der Sitzkante ein Durchgang von etwa 90 Zentimetern frei, bei regem Kundenverkehr eher mehr. Vermeiden Sie einen Platz direkt gegenüber dem Kabinenvorhang, damit beim Öffnen niemand hineinsieht. Günstig ist eine Position seitlich versetzt, mit einem großen Spiegel in Sichtweite. In kleinen Läden kann eine schmale Bank unter dem Fenster oder am Ende eines Warentischs stehen; sie darf jedoch nicht zur Ablage für Ware werden, sonst ist sie für Kunden belegt.
Maße und Polsterung
Die Sitzhöhe liegt in der Regel bei etwa 45 Zentimetern; für die Schuhanprobe darf sie etwas niedriger sein. Pro Person sollten Sie mit rund 50 bis 60 Zentimetern Breite rechnen, eine Zweierbank misst also etwa 110 bis 120 Zentimeter. Eine Sitztiefe von etwa 40 bis 45 Zentimetern genügt, tiefere Bänke nehmen unnötig Fläche. Ein stabiles Gestell mit vier außen stehenden Füßen verhindert Kippen, wenn sich jemand auf den Rand setzt. Barockmöbel mit geschnitztem Gestell und Kapitonierung passen gut zu einem hochwertigen Sortiment, sollten aber den Blick nicht von der Ware abziehen.
Bezug und Pflege im Ladenbetrieb
Die Bank wird täglich von vielen Personen benutzt, oft mit Straßenkleidung, Taschen und Schuhen. Samt wirkt edel, zeigt aber Druckspuren und Flusen; ein dichter Flachgewebestoff oder Kunstleder ist im Alltag meist unempfindlicher. Mittlere Farbtöne verzeihen mehr als sehr helle oder sehr dunkle. Achten Sie auf Knöpfe und Nähte, an denen feine Strickware hängen bleiben könnte. Zur Pflege genügt in der Regel regelmäßiges Absaugen und das zeitnahe Entfernen von Flecken nach Herstellerhinweis. Filzgleiter schützen den Boden, wenn die Bank für die Reinigung verschoben wird.
Passend dazu: Sessel, Spiegel, Vitrinen. Das gesamte Sortiment: Barockmöbel.
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